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500 Teile1000 Teile1500 Teile2000 Teile3000 Teile4000 Teile5000 Teile10000 Teile

Die Geschichte des Puzzles

Puzzles faszinieren junge und alte Menschen gleichermaßen. Das Geduldspiel wurde im 18. Jahrhundert in England erfunden und diente zunächst Lehrzwecken. So war es die Aufgabe von Schülern, zerbrochene hölzerne Landkarten richtig zusammenzulegen, damit sie besser lernen, welche Länder wo zu finden sind.

Puzzle aus Holz aus dem Jahr 1766 von John Spilsbury

Heute puzzeln wir hauptsächlich zum Spaß und zur Entspannung. Dabei wirkt sich dieser Zeitvertreib deutlich positiv auf Gehirn und Geist aus, denn Konzentrationsfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis werden spielerisch trainiert. Während wir beim Puzzeln nach einem passenden Teil suchen, haben wir nicht nur das fertige Motiv im Blick, sondern scannen Farben und Formen und prägen uns Merkmale ein. Dadurch schärft sich die Fähigkeit, Details zu erkennen sowie das räumliche Vorstellungsvermögen. Von dieser Art des Gehirntrainings können alle Altersstufen profitieren.

Das sind die Vorteile beim Puzzeln

Interessanterweise konnten Forscher feststellen, dass beim Puzzeln tatsächlich das Glückshormon Dopamin im Gehirn freigesetzt wird. Dopamin ist Teil des sogenannten Belohnungssystems. Es ist wichtig für die Konzentration und vermittelt positive Gefühle, die uns glücklich machen und entspannen lassen. Wenn wir uns der Herausforderung eines Puzzles stellen, haben wir immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, die uns schubweise gute Laune bereiten, bis wir am Ende erfolgreich das abgeschlossene Motiv betrachten können.

Insbesondere Kinder und Jugendliche können durch Puzzles außerdem lernen, Strategien zur Problemlösung zu entwickeln. So gilt es bei einem Puzzle herauszufinden, welches die beste Vorgehensweise ist, das Motiv zusammengelegt zu bekommen. Das erfordert Durchhaltevermögen und Geduld und schult ganz nebenbei die Frustrationstoleranz. Diese Eigenschaft spielt eine wesentliche Rolle in allen Lebenslagen. Bei hoher Frustrationstoleranz fällt es leichter, mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen und im positiven Sinne neue Motivation daraus zu schöpfen.

Diese Punkte bestimmen den Schwierigkeitsgrad eines Puzzles

Der Schwierigkeitsgrad eines Puzzles entsteht zu einem Großteil über die Anzahl der Puzzleteile. Puzzles für kleine Kinder bestehen nur aus wenigen Teilen. Doch mit zunehmendem Alter können sie immer komplexere Puzzles lösen, sodass die Zahl der Puzzleteile stetig zunehmen kann. Die meisten Hersteller geben für Puzzles mit 500 Teilen an, dass sie ab einem Alter von etwa 10 Jahren alleine lösbar sind. Manch puzzelfreudiges Kind mag das bereits mit 8-9 Jahren schaffen. Insbesondere in dieser Altersgruppe ist ein Puzzle ein gemeinsamer Zeitvertreib, der so manch verregneten Sonntag schnell und entspannt vorbeiziehen lässt. Zusammen mit Eltern, Großeltern oder Geschwistern können in Ruhe und mit einem warmen Kakao die unterschiedlichsten Motive gelegt werden. Mit guter Übung kann das Kind dann schon bald zu einem Puzzle mit 1000 Teilen übergehen.

Die Puzzlegröße von 500 bis 1000 Teilen ist laut Ravensburger auch bei den meisten Erwachsenen am beliebtesten. In dieser Größe verspricht das Puzzle einen entspannten Zeitvertreib, ohne die Geduld allzu sehr auf die Probe zu stellen. Die Pressereferentin von Ravensburger, Janina Bücheler, erklärt in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau, dass erfahrene Tüftler, ein 1000 Teile Puzzle in etwa 15 Stunden lösen können. Wichtig sei den meisten Menschen dabei, einen Abstand zu Alltagssorgen zu schaffen und eine Form der Entschleunigung zu finden. Viele kleine Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammenzufügen scheint eine Erfüllung zu bieten, die sich quer durch alle Schichten zieht.

Puzzle

Ab einer Größe von über 1000 Puzzleteilen bewegen wir uns in den Bereich für fortgeschrittene Puzzlefreunde. Mit 1500 Teilen und 2000 Teilen geht es in den Angeboten zunächst kleinschrittig weiter, sodass sich jeder langsam in die höhere Puzzleliga vortasten kann. Für Puzzles ab 3000 Teile ist es zunehmend wichtig, viel Zeit einzuplanen. Ein solches Motiv ist nicht übers Wochenende gelegt, sondern erfordert neben Geduld und Ausdauer auch genügend Raum, der eingeplant werden sollte. Wenn kein Tisch für längere Zeit mit dem Puzzle belagert werden kann, können rollbare Puzzlematten dabei helfen, das Puzzle zwischenzeitlich ordentlich beiseite zu räumen. Puzzles mit 4000 oder sogar 5000 Teilen stellen auch Puzzlefans vor große Herausforderungen. Mit einem gewaltigen Schritt geht es weiter zu Puzzles für echte Profis. Diese Puzzles bestehen aus 10 000 Teilen oder sogar mehr und erfordern enorme Ausdauer und mentale Kondition. Wer ein so großes Puzzle geschafft hat, darf sich wahrlich Meister nennen.

Neben der Anzahl der Puzzleteile bestimmt auch das Motiv über den Schwierigkeitsgrad eines Puzzles.

Großflächige Bildabschnitte in einem konstanten Farbton können ein Puzzle ebenso erschweren wie Motive, die zwar unterschiedliche Farbnuancen, aber von ein und derselben Farbe zeigen. Klare Konturen und Kontrastreichtum vereinfachen ein Puzzle, weswegen gerade Anfänger auch bei Puzzle mit vielen Teilen zunächst derartige Motive wählen sollten. So stellt beispielsweise ein Foto von einem Sonnenuntergang über dem Meer ein erheblich schwierigeres Motiv dar, als eine Zeile bunter und klar voneinander abgegrenzter Häuser. Letztlich muss aber das Motiv zu derjenigen Person passen, die es puzzeln möchte. Ein individuell ansprechendes Motiv, welches an sich schon positive Emotionen beim Betrachten auslöst lässt sich mit deutlich mehr Eifer lösen.

Das Angebot an Puzzlemotiven ist schier endlos. Naturliebhaber finden ein breites Spektrum an Naturfotografien aus der Welt von Flora und Fauna. Reiseliebhaber finden berühmte Sehenswürdigkeiten, Traumstrände oder Skylines großer Metropolen. Kunstliebhaber können sich an einem breiten Angebot von Puzzeln echter Kunstwerke erfreuen. Klassiker wie Da Vincis „Mona Lisa“ oder van Goghs „Caféterasse am Abend“ können sich ebenso auf dem heimischen Puzzletisch wiederfinden, wie eine vor grellen Farben strotzende Marilyn Monroe, inszeniert durch Andy Warhol. Motive aus Filmen, Märchen oder Fantasiewelten entführen den Puzzelnden in fremde Gefilde und lassen den Alltag vergessen.

Was kann es Schöneres geben?

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